Die fossilen Brennstoffe, aus denen wir durch Verbrennungsprozesse unsere Energie erhalten, zum Beispiel für das Heizungssystem, werden eines Tages nur noch in geringer Menge verfügbar und dementsprechend teuer sein. Glücklicherweise gibt es aber bereits einige sehr vielversprechende Ansätze, um den privaten Energieverbrauch auf intelligentere und preiswertere Art und Weise sicherzustellen. Noch sind diese Techniken mit hohen Anschaffungskosten verbunden. Aber als langfristige Investition lohnen sie sich zum großen Teil bereits heute.
Das Ziel visionärer Architekten ist ein Haus, das sich selbst mit Energie versorgt. Auf dem Weg zu einer besseren, billigeren, und umweltschonenden Energieversorgung kann man auch mit einzelnen Umbaumaßnahmen mittel- bis langfristig viel Geld sparen.
Effiziente Nutzung natürlich vorhandener Wärmequellen
Im Wesentlichen geht es um die maximale Ausnutzung aller natürlich vorhandenen Wärmequellen, wofür die Wärmedämmung eines Hauses eine entscheidende Rolle spielt. Schwachstellen in der Gebäudehülle, durch die viel Wärme nach außen entweichen kann, entstehen vor allem an den Fenstern, den Rollladenkästen, und anderen Übergangsstellen, zum Beispiel zwischen verschiedenen Materialien. Eine 3-Scheiben Wärmeschutzverglasung sorgt dafür, dass nur noch wenig Wärme entweichen kann. An Modellen, die ein Vakuum zwischen den Scheiben zur Wärmedämmung nutzen, wird intensiv geforscht. Ein Luftdichtigkeitstest gibt Aufschluss über die undichten Partien der Gebäudehülle. Bei einer kompakten Gebäudeform ist die effiziente Wärmedämmung am einfachsten zu realisieren. In einem Haus, das über die Sonnenseite viel Wärme aufnehmen kann, muss deutlich weniger geheizt werden. Holz verfügt über sehr gute wärmedämmende Eigenschaften.
Ein sehr vielversprechender Ansatz für ein effizientes und langfristig kostengünstiges Heizsystem sind die sogenannten Wärmepumpen oder Erdwärmetauscher. Bei dieser Technik wird durch ein im Garten vergrabenes Röhrensystem, in dem ein Kühlmittel zirkuliert, die Wärme aus dem Erdreich aufgenommen, und anschließend im Haus wieder abgegeben. Zur Veranschaulichung kann man sich einen umgekehrt funktionierenden Kühlschrank vorstellen.
Solaranlagen sind zwar mit hohen Anschaffungskosten verbunden, rechnen sich aber bei guter Planung im Normalfall nach etwa 20 Jahren, so dass besonders zukünftige Generationen sehr davon profitieren können.
Auf dem Weg zum Energie-Überschuss-Haus
Durch die Kombination einer sehr guten Wärmedämmung mit einer effizienten Wärmepumpe und eventuell einer Solaranlage entstehen Häuser, die ohne eine mit fossilen Brennstoffen betriebene Heizungsanlage auskommen. In Deutschland gibt es bereits circa 10.000 sogenannter Passivhäuser, die sich automatisch mit genug Wärme versorgen. Eine integrierte Lüftungsanlage sorgt dabei für Frischluftzufuhr und nutzt die Wärme der Abluft aus, so dass weniger oft gelüftet werden muss, wodurch wesentlich weniger Wärme aus dem Haus entweicht. In einigen Bauprojekten wird sogar ein Energieüberschuss erzielt.
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